„Trastevere Ostiense“, so wird das große Gebiet gegenüber von Ostia Antica am rechten Tiberufer genannt. Während dieses Gebiet in der Antike vollständig in das Gebiet der Isola Sacra fiel, grenzt es heute teilweise an das Gebiet der Ausgrabungen, da sich die Tiberbiegung nach der Flutkatastrophe von 1557 weiter nach Westen verschoben hat. Die Urbanisierung von Trastevere Ostiense, das in der Kaiserzeit ein integraler Bestandteil der Stadt war, geht mindestens auf den Beginn des 1. Jh. n. Chr. zurück, wie das Vorhandensein von Steinen am Ende des Flussbettes aus der Zeit des Kaisers Tiberius (14-37 n. Chr.) beweist. Die durchgeführten Untersuchungen haben es ermöglicht, ein dichtes Stadtgefüge zu rekonstruieren, in dem sich Lagerhäuser und mit dem Handel verbundene Einrichtungen mit Wohn- und Thermalgebäuden abwechselten. Jüngste geophysikalische Untersuchungen haben das Vorhandensein eines Mauerrings nahegelegt, der das Gebiet auf der Nordseite umschloss, dessen Chronologie jedoch nicht festgestellt werden kann, da keine Ausgrabungen vorliegen.