Das zu Beginn des 1. Jh. n. Chr. errichtete Grabmal war ursprünglich eine Grabeinfassung in Opusreticulatum. Besonders bemerkenswert ist die Nordfassade, die sich durch architektonische Elemente aus Ziegelmauerwerk auszeichnet, die von Bögen überragt werden: Die Lünetten sind mit polychromen Intarsien aus gelben und roten Ziegeln verziert, die sich mit Elementen aus Tuff- und Bimsstein abwechseln. In der zweiten Hälfte des 1. Jh. n. Chr. wurde das Grabmal in ein Kolumbarium umgewandelt, mit Nischen für Urnen an den Wänden; ab dem 2. Jh. n. Chr. wurden größere Nischen für Körperbestattungen (arcosolia) hinzugefügt. In dieser letzten Phase kamen zwei Verbindungsräume zur Via dei Sepolcri hinzu, die sich auf einem höheren Niveau als die ursprünglichen befinden.
Detail der Dekorationen aus Ziegeln, Bimsstein und Tuffstein aus der Nekropole der Via Ostiense
(I. Gismondi)
Zeichnung des Mosaiks, das bei den Ausgrabungen im Jahr 1857 im Grabmal gefunden wurde
(C.L. Visconti)
Detail der Vorderansicht mit Bimsstein- und Backsteindekoration von Grab Nr. 9 aus der Nekropole an der Via Laurentina (G. Pascolini)