Grab 12: Zellengräber, der Innenraum ist für den Ritus der Körperbestattung in zwei Reihen von Arkosolien in den Wänden und in Gruben, die durch kleine Mauern unter dem Boden (formae) begrenzt sind, organisiert. Datierung: erste Jahrzehnte des 3. Jh. n.Chr.
Gräber 13, 14 und 15: Die Zellen haben an der Basis der Fassade eine gemauerte Theke, die bei den Trauerbanketten als Sitzgelegenheit diente. Über den Türen befanden sich Inschriften mit Informationen über die Größe des Grabes und den Namen des Besitzers. Im Inneren befinden sich sowohl Körperbestattungen mit Arkosolien im unteren Wandbereich und formae unter dem Fußboden als auch Tonkrüge (ollae) für Einäscherungen in Nischen im oberen Bereich. An der Rückwand von Grab 15 ist die mit Malerei und Stuck dekorierte Szene der Venus und der Amoretten zu sehen. Datierung: Mitte des 2. Jh. n. Chr.
Grab 16: Die Zelle weist an den Seiten der Tür zwei Reliefs aus Tuffstein auf, die ursprünglich Delfine darstellten. Der Ritus ist gemischt: Sarkophage für die Körperbestattung und Nischen mit Tonkrügen (ollae) für die Einäscherungen. Bemerkenswert ist die malerische Dekoration mit falschen Marmorverkleidungen (crustae) an den Wänden und Stuck in den Hauptnischen, in denen Bankettszenen und radschlagende Pfauen dargestellt sind; schwierig ist die Interpretation der vier weiblichen Figuren, die abgetrennt wurden und in den Depositi Ostiensi aufbewahrt werden. Die aus mehreren Umbauphasen resultierende große Einfriedung weist Bestattungen gemischter Riten auf. Vor der Zelle befindet sich ein Brunnen; der Mosaikboden zeigt eine nilotische Landschaft. Die Zelle kann auf die Mitte des 2. Jh. n.Chr. datiert werden. Aus diesem Komplex stammt die beschriftete Marmorplatte, die die Straße „bia Flabia“ erwähnt.
Gräber 17 und 18: Die erste Zelle enthält Körperbestattungen in einer doppelten Reihe von Arkosolien in den Wänden und formae unter dem mit Marmorplatten bedeckten Boden. Der Ritus ist gemischt: in den Apsisgräbern und in den formae die Körperbestattungen, in den Nischen die Eingeäscherten. Datierung: zweite Hälfte des 2. Jh. n.Chr.