Die nach dem Prätor Caius Caninius benannten Travertin-Grenzsteine begrenzten einen öffentlichen Bereich zwischen dem Tiber und dem Decumanus im östlichen Teil der Stadt, der zum Entladen, Transportieren und Lagern von Waren diente und daher für private Bauten verboten war. Die Grenzsteine werden auf die späte republikanische Zeit um 140 v. Chr. datiert und zeugen vom Ausbau des Hafens von Ostia im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen und sozialen Reformen der Gracchen. Mit der fortschreitenden Anhebung des Straßenniveaus und der Einnahme des öffentlichen Raums durch die Komplexe der Kaiserzeit verloren die Grenzsteine endgültig ihre Funktion.
Inschrift des Caninius auf einem der Grenzsteine vor Ort
C. Caninius, Sohn des Gaius,
städtischer Prätor,
durch Beschluss des Senats,
wies diesen Bereich der
öffentlichen Nutzung zu