Grab 29: Zellengräber mit L-förmiger Einfriedung und später gebautem Obergeschoss. An der Fassade sind heute Kopien der Tonreliefs zu sehen (die Originale sind im Museo Ostiense ausgestellt), die Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Herstellung und dem Verkauf von Eisenwerkzeugen darstellen und auf den Beruf des Verstorbenen anspielen. Die Inschrift auf dem Marmor gibt neben den Namen der Besitzer und den Bestimmungen zur Nutzung des Grabes auch die Abmessungen der quadratischen Grabkammer an, die für den gemischten Ritus bestimmt ist, mit Arkosolien und formae für die Körperbestattung und Nischen mit Tonkrügen (ollae) für die Einäscherung. Malereien mit gelbem Hintergrund, roten Streifen und Stuck betonten die architektonischen Trennwände. Datierung: 140-180 n. Chr.
Gräber 30 und 31: In der Zelle sind die gemauerten klinai (Betten) erhalten, die an die beiden Fassaden angelehnt sind; in der des Grabes 30 waren an den Seiten der Inschrift Travertinamphoren und ein Ziegelstein mit der Darstellung eines Wasserträgers aus Ton angebracht. Der Innenraum ist für den gemischten Ritus eingerichtet. Von der malerischen Dekoration ist vor Ort die Darstellung von Serapis erhalten, während die mythologischen Szenen sowie das polychrome Mosaik mit Widmung an Antonia Achaice, das im Bereich vor Grab 30 gefunden wurde, abgenommen wurden. Datierung: 160-170 n. Chr.
Grab 31: Hier überwiegt der Ritus der Körperbestattung, mit Malereien dekorierte Arkosolien, die rote Blumen auf weißem Grund, Vögel und Pfauen zwischen Blumen darstellen. Datierung: Ende des 2. Jh. n.Chr.
Gräber 32 und 33: Sie sind schlecht erhalten und befinden sich auf einer höheren Ebene als die Straße, deren Stützmauern sie umschließen. Sie sind für den Ritus der Körperbestattung bestimmt und können auf das Ende des 2. bis Anfang des 3. Jh. n.Chr. datiert werden.
Grab 34: Es weist eine große Einfriedung auf, an deren Ende sich die Grabkammer befindet. Die Anlage ist ausschließlich für die Körperbestattung bestimmt und verfügt über eine sehr große Anzahl an Grabstätten. Im Laufe verschiedener Umbauten wurde in der Einfriedung ein unterirdischer Raum geschaffen, in dem Marmorsarkophage mit bildlichen Darstellungen untergebracht waren. Aus dem Grab stammt auch ein Sarkophag mit einer Szene von Löwen, die Hirsche reißen, der jetzt an der Straße aufgestellt ist. Die auf mehreren Ebenen angeordneten Arkosolien waren mit Malereien dekoriert, die Pfauen, einander gegenübergestellte Vögel, Sumpflandschaften und Hirschjagdszenen darstellen. Datierung: Ende des 2. bis Anfang des 3. Jh. n.Chr.
Gräber 35 und 36: Sie sind nur für die Körperbestattung bestimmt. Im Grab 36 wurde eine Marmorplatte mit Malereispuren gefunden. Datierung: erste Hälfte des 3. Jh. n.Chr.
Sarkophag mit Darstellung eines Löwen, der ein Reh reißt, heute am Eingang der Nekropole aufgestellt
Arkosolium mit Darstellung von Amoretten in einer Sumpflandschaft aus dem Grab 34
(Depositi Ostiensi)