Tombe 51-69 e area c.d. “campo dei poveri”

Die Nekropole von Portus auf der Isola Sacra

In diesem Bereich befinden sich architektonische Gräber (mit einer Zelle, mit einer Zelle mit Einfriedung, mit einer Zelle mit gemauerten Betten an der Fassadenwand) und einfache Gräber (mit einem rot verputzten Kasten, mit oder ohne Ädikula davor, Ziegelgräber „a cappuccina“, in Amphoren, mit Terrakotta- oder Holzsarkophagen und in Erdgruben). Charakteristisch für den Sektor ist die hohe Anzahl an einfachen, sogenannten „armen“ Begräbnisstätten (über 600), die zum Teil bei Ausgrabungen in den 1930er Jahren auseinandergenommen und zum Teil in den 1990er Jahren untersucht wurden; es sind vorwiegend für den Bestattungsritus bestimmte Einzelgräber, die durch das Ausheben von Gruben im Sand hergestellt und an der Oberfläche durch Trankopferröhren oder Kreise aus Amphoren oder Steinen gekennzeichnet wurden.

Gräber 54 und 55: Zellengräber, an den Fassaden sind Banketteinrichtungen erhalten, im Inneren sind sie für den gemischten Ritus mit Arkosolien und Nischen mit Tonkrügen (ollae) eingerichtet. In Grab 54, das auf etwa 130 n.Chr. datiert werden kann, ist auf dem Bodenmosaik mit geometrischen Mustern der Name des Verstorbenen (Titus Iulius Argius) zu sehen. Das Grab 55 aus der Zeit des Antoninus Pius (138-192 n.Chr.) wies eine reichhaltige, größtenteils abgelöste Bilddekoration auf.

Grab 56: Dieses Ädikulagrab wurde auf der Rückseite von Grab 55 wieder aufgebaut, während es ursprünglich an die Nordwand angelehnt war. Die Figur des Verstorbenen, der von einer halb geöffneten Tür eingerahmt wird, spielt auf den Moment des Todes an. Datierung: Mitte des 2. Jh. n.Chr.

Gräber 57 und 58: Zellengrab, die Fassaden blicken auf einen kleineren Seitenweg. Eine ungewöhnliche Eigenschaft des ersteren ist, dass sich die malerische Dekoration auch auf der Außenseite des Gebäudes fortsetzte, während in letzterem ein Arkosolium die Mosaikdekoration bewahrt. Datierung: Mitte des 2. Jh. n.Chr.

Gräber 60, 63, 64 und 69: Die Einzelgräber sind für den Ritus der Einäscherung vorgesehen. Unter den Nischen von Grab 63 befinden sich Marmortafeln, auf denen möglicherweise die Namen der Verstorbenen eingraviert waren. Einzigartig ist, dass das Grab 64 zum Meer hin ausgerichtet ist, obwohl die Inschrift an der zur Straße gerichteten Wand angebracht ist. Grab 69 enthält mehrere gemauerte Vorrichtungen, die für Bankette bestimmt waren. Datierung: erste Hälfte des 2. Jh. n.Chr.

Malerei in Quadraten mit konkaven Seiten mit Mänade, die eine Zimbel in der Hand hält, aus Grab 55 
(Depositi Ostiensi)

Historisches Foto des als „Armenfeld“ bezeichneten Gebiets (1939

Malerei mit tanzendem Satyr aus Grab 55 
(Depositi Ostiensi)

Nische des Grabes 56 mit Figur eines Verstorbenen, eingerahmt von einer halb geöffneten Tür

Nische mit einem Eroten 
(Depositi Ostiensi)

Bemalung des Tonnengewölbes des Grabes 55 mit Büsten der Jahreszeiten in Medaillons
 (Depositi Ostiensi)

Arkosolium des Grabes 58 mit Mosaikdekoration

Sezione Multimediale

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Alla scoperta dei Dinosauri

Durata: 03:00 minuti