Das heutige Erscheinungsbild dieses Bereichs ist das Ergebnis späterer Anbauten an die älteren Gebäude und zeichnet sich durch gemauerte Vorrichtungen für die Bankette an der Fassade aus. In einigen Innenräumen sind an der Basis der Nischen kleine Marmorplatten erhalten, auf denen wahrscheinlich die Namen der Verstorbenen, möglicherweise in Malerei, angegeben waren.
Grab 72: Zellengrab, das für den gemischten Ritus eingerichtet ist und Nischen mit Tonkrügen (ollae) und Arkosolien aufweist. Datierung: 170-180 n. Chr.
Gräber 72a und 73: Sie gehören zur Kategorie der Kastengräber, mit rot gestrichener Putzverkleidung und Inschriften auf der Hauptseite.
Grab 74: Würfelförmig mit pyramidaler Abdeckung.
Gräber 75 und 76: Sie sind auf die Zeit zwischen 110 und 140 n.Chr. datierbar und bildeten ursprünglich ein einziges Gebäude, dessen Zelle in einen großen, mit einem zentralen Brunnen versehenen und im hinteren Bereich überdachten Raum eingefügt war. Die Wände sind von Nischen mit Tonkrügen (ollae) unterteilt. Später wurden durch den Bau einer Trennwand und eines unabhängigen Eingangs zwei getrennte Gräber geschaffen: Der Ritus der Einäscherung ist für Grab 75 belegt, der gemischte Ritus für Grab 76.
Grab 77: Zellengrab, das für Einäscherungen und Körperbestattungen bestimmt war. An den Wänden waren Malereien mit Blumenmotiven, Vögeln auf Ästen und Genreszenen zu sehen. Datierung: 130-140 n.Chr.
Grab 78: Zellengrab, an der Fassade befinden sich Ziegelsteine mit Szenen des Mahlens und Transportierens von Getreide. Der Innenraum ist nur für die Einäscherung eingerichtet. Datierung: erste Hälfte des 2. Jh. n.Chr.
Grab 79: Zellengrab, das ursprünglich für den Ritus der Einäscherung vorgesehen war. Gemälde schmückten den Innenraum mit Darstellungen, die auf den Lauf der Zeit anspielten. Datierung: um 130 n.Chr.
Grab 80: Zellengrab, für den gemischte Ritus bestimmt. Bedeutende dekorative Elemente mit mythologischem Thema, sowohl als Mosaik als auch als Malerei. Datierung: um 140 n. Chr.
Grab 81: Ein kleines Zellengrab, das ursprünglich für die Einäscherung genutzt wurde. Auf der rechten Seite befindet sich ein Vorraum mit Ofen. Datierung: um 120 n.Chr.