Die Zwillingsnymphäen (A-B), die bereits zur Zeit Domitians (Ende des 1. Jh. n. Chr.) als effektvolle Frontseite des Theaters errichtet wurden, hatten einen halbrunden Grundriss und waren in einen späteren Portikus mit Marmorsäulen (C) eingefügt. Das östliche Nymphäum wurde im 4. bis 5. Jh. n. Chr. mit einem Oratorium (einem der wenigen christlichen Gebäude in Ostia) überbaut, das aus einem Raum mit einer Apsis aus wiederverwendetem Mauerwerk besteht (D). Das Oratorium wurde zum Gedenken an die Märtyrer von Ostia (darunter die Heiligen Aurea und Cyriacus) errichtet, die 269 n. Chr. in der Nähe des vor dem Theater errichteten Caracalla-Bogens (E) getötet wurden; es behielt seine kultische Funktion bis zum Mittelalter, als die Stadt völlig verfallen war.
Detail des Sarkophags mit dem Orpheus-Mythos, dessen Inschrift an den Märtyrer St. Cyriacus erinnert