Das Heiligtum, das der antiken Göttin geweiht war, die die Fruchtbarkeit der Felder und die Gesundheit beschützte, war wegen des geheimnisvollen Charakters des Kultes von einer Umfriedung umgeben. Die ältesten Zeugnisse stammen aus dem 2. Jh. v. Chr., aber in seiner heutigen Form mit dem Pronaos in Opusreticulatum und den Ziegelsäulen stammt der Tempel (A) aus dem 1. Jh. n. Chr. Aus dieser Zeit stammt die Widmung an die Göttin am Brunnen des Heiligtums (C), in der der Name von Terentia auftaucht, einer Edelfrau aus der augusteischen Zeit, die zu einer der bedeutendsten Familien von Ostia gehörte. Das Heiligtum besaß einen mit Fresken bemalten Portikus (F), in den Ende des 2. Jh. n. Chr. kleine Räume eingebaut wurden. Der Kult der Göttin, der den Frauen vorbehalten war und auch in einem anderen Heiligtum in der Stadt in der Nähe der Porta Marina praktiziert wurde, wurde bis ins 4. Jh. n. Chr. aufrechterhalten.