Das Gebäude, das für die Herstellung und den Verkauf von Brot bestimmt war, wurde um 120 n. Chr. errichtet und Ende des 3. Jh. n. Chr. durch einen Brand zerstört. Auf der Vorderseite befanden sich sechs Tabernae (Verkaufsräume) (A), während die inneren Räume mit Pflastersteinfußboden zum Mahlen von Getreide (B) und zur Herstellung von Mehlteig (C) dienten, wovon das Vorhandensein von Mühlsteinen und Lavasteinbecken zeugt; im Eckraum, der sich durch das Vorhandensein eines großen Backofens (D) auszeichnet, wurde Brot gebacken. Die Bäckerei befand sich in direkter Verbindung mit den großen Horrea, auf der gegenüberliegenden Seite der Straße, wo das Getreide gelagert wurde. Ein hinter der Bäckerei entdeckter Durchgang wurde im 3. Jh. n. Chr. in eine Kultstätte für Silvanus (E), eine beliebte Gottheit der Felder und Wälder, umgewandelt.