Das Gebäude, das seit dem 15. Jh. als Casone del Sale bekannt ist, stand im Zusammenhang mit der Ausbeutung der päpstlichen Salinen von Ostia. Ursprünglich sah es aus wie ein Gebäude mit einem Satteldach und einem Hohlraum unter dem Fußboden zum Schutz gegen Feuchtigkeit. Nach einer Zeit der Vernachlässigung wurde das Gebäude in den Jahren 1865-1867 im Auftrag von Papst Pius IX. restauriert, um als Museum genutzt zu werden. Die heutige neoklassizistische Fassade wurde in dieser Phase errichtet. Die Museumssammlungen von Ostia wurden jedoch bis in die 1930er Jahre im Schloss von Julius II. ausgestellt, als der Komplex dank der Arbeit von Guido Calza, dem damaligen Leiter der Ausgrabungen, zu einem Ausstellungszentrum wurde. Das Gebäude wurde am 2. November 1934 in Anwesenheit von Mussolini eingeweiht und beherbergt noch heute das Museum Ostiense und die Büros des Parks.