Zusammen mit dem Caseggiato degli Aurighi und den Terme dei Sette Sapienti bildet das Caseggiato del Serapide einen der größten Gebäudekomplexe der Stadt, der in Bezug auf seine Bauweise einheitlich ist. Das Gebäude aus der hadrianischen Zeit (117-138 n. Chr.) zeichnete sich durch einen Hof mit sehr hohen Ziegelpfeilern aus und verfügte über Obergeschosse, die über eine im Hof gelegene Treppe erreichbar waren und in denen sich Wohnungen befanden. Zu Beginn des 3. Jh. n. Chr. wurde im Hof eine kleine Ädikula mit einer Stuckdarstellung des Gottes Serapis und anderen ägyptischen Gottheiten an den Seiten errichtet. Außerdem wurde ein Stuckportal mit einem Fries aus Bukranien (Ochsenschädel, die ursprünglich religiöse Bedeutungen hatten) errichtet, das den Zugang zu den angrenzenden Terme dei Sette Sapienti ermöglichte.